Businessfotos: acht Ideen für Motive und Posen
Die häufigste Frage vor einem Termin lautet: Was mache ich eigentlich auf den Bildern? Hier stehen acht Motive, die sich bewährt haben, jedes mit der Anweisung dazu und dem Zweck, für den es taugt.
Zuerst: Wofür brauchen Sie die Bilder?
Der Zweck entscheidet, welche Motive sich lohnen. Wer das vorher klärt, bekommt am Ende Bilder, die irgendwo hingehören, und keine Sammlung schöner Aufnahmen.
Profile und Netzwerke
Bei LinkedIn und Xing steht Ihr Bild klein und rund neben Ihrem Namen. Was dort zählt, ist das Gesicht: ruhiger Hintergrund, enger Ausschnitt, Blick in die Kamera. Ein einziges Motiv reicht dafür, aber es muss sitzen.
Website und Presse
Eine Startseite braucht Platz neben dem Kopf für die Überschrift, eine Seite über Sie verträgt ein ruhigeres Bild, Redaktionen wollen Hochformat in Druckauflösung. Das sind drei Zuschnitte, und sie entstehen aus demselben Termin.
Stellenanzeigen und Team
Wer Leute sucht, zeigt besser die Arbeit als die Fassade. Dafür brauchen Sie Aufnahmen mit mehr als einer Person darauf und Bilder aus den Räumen, in denen wirklich gearbeitet wird.
Wie die Motive aussehen
Sechs Aufnahmen aus Terminen der vergangenen Jahre, jede zu einem der Motive weiter unten.
Acht Motive, die sich bewährt haben
Die Reihenfolge ist nicht zufällig: erst die Porträts, dann ihre Varianten, dann die Szenen. Wer so plant, hat am Ende eine Auswahl und nicht achtmal dasselbe Bild.
Porträt mit Blick in die Kamera
Das wichtigste Bild, und das einzige, auf das Sie nicht verzichten können. Schultern locker, einmal ausatmen, dann der Blick ruhig in die Kamera. Es geht um die Sekunde, in der jemand entscheidet, ob er anruft. Verwendung: Profilbild, Teamseite, Pressebild.
Porträt mit Blick zur Seite
Viele fühlen sich wohler, wenn sie nicht dauernd in die Linse sehen. Der Blick geht knapp an der Kamera vorbei, als hörten Sie jemandem zu, das Gesicht leicht zum Licht gedreht. Das Bild wirkt ruhiger als das erste. Verwendung: Website, die Seite über Sie, Banner.
Halbnah statt Kopf und Schultern
Derselbe Mensch, einen Schritt weiter weg: Hände im Bild, Haltung sichtbar, etwas Raum um Sie herum. Solche Aufnahmen tragen auf großen Flächen, wo ein enges Porträt verloren wirkt. Verwendung: Startseite, Ankündigung eines Vortrags.
Porträt am Fenster
Tageslicht von der Seite, Sie halb zum Fenster gedreht. Das ist das einfachste Licht, das es gibt, und es schmeichelt fast jedem Gesicht. Im Atelier baue ich es mit Blitz nach, wenn das Wetter nicht mitspielt. Verwendung: überall dort, wo es warm wirken soll.
Mit dem Werkzeug Ihrer Arbeit
Der Zollstock, das Stethoskop, der Aktendeckel, die Tasse aus der eigenen Rösterei. Ein Gegenstand gibt den Händen etwas zu tun und dem Bild einen Hinweis darauf, was Sie den ganzen Tag machen. Verwendung: Leistungsseiten, soziale Netzwerke.
Am Arbeitsplatz, im Tun
Sie an Ihrem Schreibtisch, an der Maschine, vor dem Regal. Es ist ein Handgriff, den Sie ohnehin machen, nur mit Licht darauf. Wichtig ist, dass der Platz aufgeräumt ist, bevor wir anfangen. Verwendung: Über uns, Presse, Stellenanzeigen.
Im Gespräch
Zwei oder drei Menschen, eine Beratung, eine Übergabe, ein Blick auf denselben Bildschirm. Solche Bilder erklären eine Zusammenarbeit schneller als ein Absatz Text. Verwendung: Leistungsseiten, Kundenmagazin, Karriereseite.
Die Umgebung erzählt mit
Die Fassade, die Halle, die Straße vor Ihrem Laden, mit Ihnen darin, klein im Bild. Das ist das Motiv, das zeigt, wo Sie arbeiten, und oft das, an das sich Leute erinnern. Verwendung: Startseite, örtliche Seiten, Eintrag bei Google.
Häufige Fragen zu Businessfotos
Welche Posen wirken seriös?
Die, für die Sie nichts tun müssen, was Sie sonst nie tun. Verschränkte Arme wirken verschlossen, die Hand am Kinn wirkt gestellt. Es trägt eine aufrechte Haltung, lockere Schultern, das Gewicht auf einem Bein und Hände, die entweder etwas halten oder ruhig an der Seite liegen.
Welches Motiv passt für LinkedIn?
Das erste aus der Liste: Blick in die Kamera, enger Ausschnitt, ruhiger Hintergrund. Das Bild wird dort klein und rund beschnitten, der Kopf muss also groß genug sein. Sehen Sie es sich vor dem Hochladen einmal in Daumennagelgröße an, dann merken Sie sofort, ob es trägt.
Wie viele Motive brauche ich?
Für einen Auftritt, der nicht überall gleich aussieht, reichen drei: ein Porträt, eine Arbeitssituation und ein Bild mit Umgebung. Alles Weitere ist Zugabe. Wie viele es am Ende werden, hängt davon ab, wie oft Sie Bilder verbrauchen.
Was ziehe ich an?
Was Sie im Beruf ohnehin tragen, in einer ruhigen Farbe. Muster flimmern auf kleinen Bildschirmen, und ein weicher Stoff verliert vor der Kamera die Form. Nehmen Sie zwei oder drei Oberteile mit, entschieden wird vor Ort.
Geht das alles auch ohne Atelier?
Ja. Für die meisten dieser Motive brauche ich einen Raum mit einer Steckdose und etwas Platz, das Licht bringe ich mit. Draußen geht es ohnehin; dort richtet sich der Termin allerdings nach dem Wetter und nicht nach dem Kalender.
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Diese Liste hilft beim Sortieren. Welche Motive in Ihrem Fall tragen, hängt davon ab, wofür Sie die Bilder brauchen; das klären wir vor dem Termin. Schreiben Sie mir, was Ihnen vorschwebt.